In der Mitte Rumäniens liegend, wurde Kronstadt vom Einfluss der Geschichte begünstigt. Viel früher, bevor überhaupt geschriebene Dokumente aufgefunden wurden, haben Archeologen auf dem Schneckenberg Zivilisationsspuren aus dem Bronzezeitalter entdeckt. So wurde der Schneckenberg (Dealul Melcilor) bekannt in ganz Europa. An verschiedenen Orten in Kronstadt wurden mehrere solcher Stätten entdeckt, welche beweisen, dass es hier bereits in frühen Zeiten Gemeinschaften gab.

Am Anfang des 13. Jhd. haben die Sachsen hier eine starke rumänische Gemeinschaft vorgefunden, die die Gegend um Kronstadt besiedelte.  

Die Ursprünge dieser Stadt liegen in der Dunkelheit des Mittelalters. Die in der Umgebung lebenden Gemeinschaften schlossen sich zu einer Stadt zusammen.

Im Jahre 1235 wurde Kronstadt als "Corona" das erste Mal urkundlich erwähnt. Später wird es als Brasco, Brasso, Stephanopolis, Kronstadt und Brasov genannt. Kronstadt und Brasov sind allerdings die bekanntesten Namen. 

 piata sfatului

Aufgrund seiner geografischen Lage und der guten Anbindung nach Moldau und Walachei, hat sich Kronstadt wirtschaftlich schnell entwickelt und wurde zu einem der wichtigsten Zentren Siebenbürgens. Im Gegensatz zu anderen rumänischen Grafschaften hatten die Händler aus Kronstadt besondere Privilegien. Das Freihandelsrecht hat der Entwicklung der Handwerkergemeinschaften sehr geholfen und machte die Handwerker und Kaufleute zu den einflussreichsten Menschen der Stadt. 

Dank wirtschaftlichem Wohlstand hat sich Kronstadt in ein architektonisches Schmuckstück verwandelt. Die wichtigsten historischen Monumentalbauten wurden in diese Epoche errichtet: das Alte Rathaus, das Handelshaus (heute Restaurant  Cerbul Carpatin), der alter Kornspeicher (heute das reizende Bistro de l'Arte), die Schwarze Kirche und die Sankt Nicolaus Kirche in der Obervorstadt (Scheii Brasovului).

Im 14. Jhd. fielen die türkische Armeen immer wieder in Kronstadt ein, welches die Bürger dazu veranlasste eine hohe Wehrmauer, Festungen und Türme zu bauen. Diese Arbeiten dauerten bis ins 18. Jhd. an und so wurde die Stadt zu einer der am besten befestigten Städte Siebenbürgens. Die verschiedenen Zünfte hatten jeweils einen Turm und eine Festung, die unterhalten und verteidigt werden musste. Heute kann man einen Teil der alten Wehmauer der Stadt und die Weber Bastei (heutige Museum) besichtigen. 

Der bekannte deutsche Humanist, Johannes Honterius, hat die meiste Zeit seines Lebens in Kronstadt verbracht und das erste rumänische Buch von Diakon Coresi hier in Kronstadt drucken lassen. Demzufolge gab es im 16. Jhd. mehrere Schulen, Büchereien und Druckereien in Kronstadt.

 brasov

Das Jahr 1688 war eines der härtesten in der Geschichte von Kronstadt. Die österreichische Armee besetzte Siebenbürgen, es gab ein vereehrendes Feuer, welches einen Großteil der Stadt zerstörte und zu allem Überfluss brach auch noch die Pest aus.

Das 19. Jhd. stand unter dem Stern der Entwicklung. Die Wehrmauer wurde zum Teil wieder abgebaut, um im Falle eines Falles eine schnelle Flucht zu ermöglichen. Hersteller und Fabriken ersetzten nach und nach die alten konservativen Zünfte. Der Handel, nun befreit von mittelalterlichen Erschränkungen, wurde noch blühender als jemals zuvor.

Die "Gazeta de Transilvania", die erste rumänisch-politische Zeitung, wurde im Jahre 1838 gegründet. Dies war die Hauptzeitung, welche um Siebenbürgens Unabhängigkeit gekämpft hat. Es wurde ebenfalls eine literarische Rundschau gergündet um die in Siebenbürgen lebenden rumänischen Dichter und Schriftsteller zu unterstützen.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts und besonders der Folgezeit des I. Weltkrieges, wurde Kronstadt zur wirtschaftlich zweitstärksten Stadt Rumäniens. Allerdings wurde die Stadt während den Bombardierungen des II. Weltkrieges teilweise zerstoert. Glücklicherweise hat sich die Stadt, dank des Zusammenhalts der Bürger, trotz jeder Katastrophe nach einiger Zeit wieder erholt.

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