Der Ort wird 1206 erstmals urkundlich erwähnt, doch mangels archäologischer Ausgrabungen ist nichts über das damalige Gotteshaus der Ortschaft bekannt. Scharosch war eine freie Gemeinde des Schenker Stuhls.

Die heutige Kirche, eine Jakobskirche, wird in päpstlichen Ablassurkunden von 1449 und 1466 erwähnt. Der Westturm, der Saal und der polygonale Chor haben die gleiche Breite, die letzten beiden haben auch ein gemeinsames Dach. Das untere Geschoss des Turmes hat ein Kreuzgewölbe mit Steinrippen. Das gotische Spitzbogenportal auf der Westseiten hat ein vierfach abgetrepptes Gewände. Das Tympanon ist mit einem Kleeblattbogen mit zwei Lilien verziert. Das zweite Geschoss des Turmes weist Schießscharten auf, das dritte kleine Spitzbogenfenster und das vierte drei große gotische Fenster. Der Chor ist mit einem Sterngewölbe mit Stichkappen und Gewölberippen aus Ziegelstein überführt und wird durch einen schlanken gotischen Triumphbogen vom Hauptschiff getrennt.

An der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert wird die Kirche befestigt. Die Gemeinde erhält 1506 und 1507 eine Unterstützung von 12 Gulden für die Bauarbeiten an der Kirche. Der Bogen auf der Nordseite des unteren Turmgeschosses wird zugemauert und das obertse Geschoss bekommt einen Fachwerkwehrgang. Ziegelgemauerte Bögen verbinden die Strebepfeiler und bilden so ein Kranz von Maschikulis, der die Kirche im Norden, Osten und Westen umgibt. Über der Kirche ensteht das neue Wehrgeschoss mit Schießscharten von dem aus auch die Wurföcher bedient werden.

Gleichzeitig wurde wohl auch der Bering mit sechs Wehrtürmen und umlaufendem Wehrgang erbaut. Der Eingang in die Burg erfolgte durch den Torturm mit Pultdach auf der Ostseite. Interessant ist die Vielfalt der Türme in Form und Anordnung. Es gibt einenTurm mit sechseckigem, einen mit rhomboidalen, zwei mit quadratischem und zwei mit rechteckigem Grundriss.  Die Türme stehen vor der Mauer, schräg über einer Ecke (der rhomboidale) oder im Mauerverlauf. Die Schießscharten und Wurflöcher so ab, dass sie gleichzeitig leicht zugänglich sind. Von dieser Burganlage steht heute nur ein Abschnitt der Südmauer an den ein Speicher angebaut wurde.

Eine Inschrift über dem Südportal belegt, dass die Anlage 1561 Renovierungsarbeiten unterzogen wurde. Weiter Renovierungsarbeiten wurde zwischen 1727 und 1772 durchgeführt. Um das Jahr 1900 waren Ringmauer und Türmebereits stark verfallen. 

Der barocke Altar ist ein Werk des Hermannstädter Malers Martin Stock und ist, wie auch die  Kanzel, 1745 datiert. 1774 wird aus Großschenk eine Orgel gebracht und aufgestellt. Die Brüder Friedrich und Wilhelm Mätz bauen 1835 bis 1837 eine neue Orgel, die 1912 durch eine Orgel von Karl Einschenk aus Kronstadt ersetzt wird.

Es gibt eine kleine Glocke aus dem Jahre 1587. 1967 existieren in Scharosch mehrere Glocken: eine große, 1937 gegossene Glocke, zwei mittlere Glocken aus dem Jahre 1922 und eine kleine Glocke aus dem Jahre 1777, die folgende Inschrift trägt: â?žZur Ehre Gottes und Gebrauch der evangelischen Gemeinde in Hanebach verfertiget anno 1777.â?
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